Kritisches Weißsein - als praktisches Werkzeug der Selbstreflexion in Organisationen

Ziele und Inhalte

Allein die Praxis des Benennens und Ansprechens der Weiß-heit steht in unserem österreichischen Kontext und somit auch in der bislang noch vorwiegend weißen 'antirassistischen' Arbeitspraxis noch in den Kinderschuhen. Weiß-heit bleibt zumeist völlig unthematisiert und so wird die ihr zugrunde liegende Macht und Gewalt fortlaufend als Normalität zementiert, realisiert und ihre Hegemonie durch die ihr zugeschriebene Neutralität so auch verdoppelt. Araba Evelyn Johnston-Arthur

Eine zentrale Grundlage für die Entwicklung einer antidiskriminatorischen Arbeitspraxis ist die kritische Selbstreflexion. Vor diesem Hintergrund gilt es in erster Linie, ein Bewusstsein über die eigene gesellschaftliche Positioniertheit zu erlangen, in zweiter Linie um die Frage wie sich unsere jeweilige gesellschaftliche Positioniertheit mit all ihren unterschiedlich funktionierenden Ebenen auf unsere Arbeit auswirkt um last but not least darum, tools für das Aufbrechen von Dominanzdynamiken zu erarbeiten.

Die Offenlegung des Standortes von dem aus gesprochen d.h. "gearbeitet" wird ist auf vielen Ebenen ein noch wenig beschrittener Weg. Gerade im Kontext von Rassismus bleiben weiße, hegemoniale Subjektpositionen zumeist unbenannt - auf diesem Weg werden die ihnen zugrunde liegenden Machtpositionen, Privilegien und Gewaltverhältnisse nicht nur unsichtbar gemacht sondern werden mehr noch als neutral verankert. Das Training geht durchgehend von dem Ineinanderwirken der unterschiedlichen Unterdrückungssysteme wie Rassismus, (Hetero)Sexismus und Klassismus aus und thematisiert die daraus resultierenden Verflechtungen und Dominanzdynamiken in Arbeitspraktiken.
Die Ziele des Trainings lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Einblick in das praktische Spannungsfeld der Theorie der kritischen Selbstpositionierung (eingebettet in Schwarze - migrantische- feministische und- queere Theorie)
  • Ansätze und tools zur kritischen Selbstreflexion
  • Prozesse der kritischen Selbstpositionierung: Mechanismen (Abwehrstrategien und Sackgassen)
  • Dominanzdynamiken erkennen und aufbrechen


Organisationsspezifische Inhouse-Veranstaltung

Zum Themenbereich "Kritisches Weißsein" führen wir auf Ihren Bedarf diese zugeschnittene Inhouse-Veranstaltung durch. Wir analysieren mit Ihnen Ihren unternehmensspezifischen Qualifizierungsbedarf und konzipieren entsprechend diese Weiterbildungsveranstaltung für Ihre Mitarbeiter_innen.
Ihre Vorteile: Einflussnahme auf die Workshopinhalte und Bildungsziele. Weiterbildung abgestimmt auf den Bedarf des jeweiligen Arbeitsplatzes. Förderung und Verbesserung der innerbetrieblichen Kommunikation und des Problemlösungsvermögens durch gemeinsames Lernen und Trainieren. Kostengünstige Durchführung durch teilnehmer_innenunabhängige Seminargebühren. Freie Wahl des Veranstaltungsortes und des Termins.


Methoden

Erarbeitung von Reflexionstools die Dominanzdynamiken in Arbeitsprozessen sichtbar machen. Erarbeitung von antidiskriminatorischen Tools um Dominanzdynamiken aufzubrechen. Equality targets. Dieses Training findet mit 2 Trainerinnen statt (Maga Araba Evelyn Johnston-Arthur und MSc Gabriele Bargehr).


Termine nach Vereinbarung

Details

Kontakt: Gabriele Bargehr,
E-Mail: bargehr@imkontext.at oder Handy: 06991/ 923 05 29.

Die Teilnehmer_innen erhalten eine Teilnahmebestätigung.

Termin:

nach Vereinbarung
Förderungen
über den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfond (waff) oder über das AMS sind eventuell möglich.